Das Kammermusikfestival Berlin
Berlin braucht ein Kammermusik Festival, eine Bündelung dessen, was die Metropole im Übermass besitzt: Ihres kreativen Potentials. Seitens der hier lebenden Künstler. Seitens der hier spielenden Musiker. Seitens der Hörer.

Idee und Titel
Während Kammermusik im Allgemeinen ganz im Gegensatz zur Sinfonik ein eher rockschößiges Images hat und in der Gunst des Publikums tief steht, hat sich der Piano Salon Christophori in den über 3 Jahren in den Uferhallen neben der Klaviermusik explizit der Kammmermusik insbesondere der kleiner Streicherbesetzungen mit Klavier gewidmet. Das dies durchaus erfolgreich sein kann, zeigen die Reihe "Musica litoralis" um den Pianisten Julien Quentin und Streicher von Weltrang sowie die hohe Resonanz der Konzertreihen „Beethoven plus“ mit den Gewinnern des deutschen Musikwettbewerbs Byol Kang und Boris Kusnezow und der „Kammermusikalischen Privataufführung“.
Da die frenetischen Reaktionen des im deutschen Vergleich jungen und überdurchschnittlich gebildeten Konzertpublikums insbesondere auf Werke des 20.Jahrhunderts viele der Musiker ermutigt hat, gerade dieses sonst weniger beliebte Repertoire aufzuführen, entstand die Idee des Zusammenbringes von Musikern auf Weltspitzenniveau, zum großen Teil Streichersolisten, dem vorhandenen Publikum, dem Konzertsaal und der Instrumentensammlung in einem Kammermusikfestival in Berlin. Dies entspricht sehr dem Gestus und Charme der Hauptstadt, kulturell und avantgardistisch höchstes Niveau in vergleichsweise rauher Atmosphäre für kleines Budget zu bieten. Berlin verfügt zwar über ein ausgesprochen reges Musikleben, vor allem gibt es viele Spitzenmusiker, die in Berlin leben; was fehlt ist ein klassisches Kammermusikfestival auf international vergleichsweisem Stadard wie Verbier oder Lockenhaus. Musik- und stadtgeschichtlich hätte dies  einige Bedeutung, man fühlt sich erinnert an Karajans an Louis, den 14. angelehnten Satz: „Le festival c‘est moi.“

Die Struktur
3 Wochen, etwa 5 Konzerte pro Woche.
Öffentlich zugängliche Proben, die einen wichtigen Aspekt des musikalischen Schaffensprozesses beleuchten.
Jeder der beteiligten Musiker wird an 1-3 Abenden in verschiedenen Besetzungen vom Solo bis zum Sextett spielen.

Praktisch fertigten wir dann eine Liste der Musiker heraus, die wir einladen wollten, an dieser Idee mituwirken. Die Resonanz war überwältigend und spricht für den unpretentiösen "Arbeits- und Erfahrungscharakter" dieser Zusammenführung. Alle gefragten Musiker sagten zu.